Eine kurze Geschichte der Welt in sehr kleinen Teilen. In diesem Blog geht es um Literatur, Politik, Wissenschaft und Technologie, weil es der Autor noch nie anständig entscheiden konnte.

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  • Exposé
  • Die ersten Kapitel

    Erzählungen:


  • Am Geburtstag des Fürsten ...
  • The Way I Found Van Morrison
  • Am Anfang war die Leihbüch...
    Unvollendetes
  • Die sieben Dinge meines Lebens
  • Mehr Regen am Wochenende?

    Normalerweise interessiere ich mich für jeden Scheiß. Ich habe das Bedürfnis die Welt zu verstehen. Ich kann sogar der hirnverbranntesten Frage einen interessanten Aspekt abgewinnen. Beispielsweise dem aktuellen Thema der letzten Ausgabe der Nature. Es lautet: Regnet es an Wochentagen mehr als am Wochenende? Solche Sprüche hätte ich eigentlich nur unserem Dorfpfarrer zugetraut. Er rückte regelmäßig mit der Erkenntnis raus, dass es an Sonntagen eigentlich niemals regne, weil das schließlich der Tag des Herrn sei. Aber er hatte auch eine Vorliebe für französische Frauenmörder und versüßte uns den Religionsunterricht mit Geschichten von ermordeten Prostituierten und seinen Erlebnissen an der französischen Front. Er war ein korpulenter Mann mit einem riesigen Weinkeller, den er wöchentlich beliefern ließ. Sobald Herr B. den Mund öffnete kam ein Wort zum Sonntag dabei heraus. Aber dafür garnierte er seine billigen Weisheiten mit einem Figureninventar, das man heute nur noch aus Psychothrillern und Actionfilmen kennt. Damals war ich im vierten Schuljahr, wenn ich mich richtig erinnere und Religion war eines meiner Lieblingsfächer.
    Matthias Gerhards 11. Dez, 07:26 | 7 Kommentare - Kommentar verfassen
    SCHLAGLOCH - 11. Dez, 14:01

    Hallo, diese Erkenntnis dürfte

    eher dem Gefühl als der Wissenschaft enspringen. Alle die wochentags arbeiten, behaupten den meisten Regen gibt es am Wochenende, in der Freizeit.
    Gruss schlagloch.
    antworten

    croco (anonym) - 27. Dez, 11:02

    Ja, früher steckte in Gottes Bodenpersonal das pralle Leben. Solche Menschen geben einem mehr, als man so von der allgemeinen Pädagogik erwarten könnte.
    So versüßte mir der Chemielehrer die Stunden mit den Geschichten aus dem Bestatterhandwerk seines Schwiegervaters. Er half dort bisweilen aus, und so wusste ich in früher Jugend, wie nun Erhängte aussehen und auch alte Leichen.
    Ich hab dann Chemie studiert.
    antworten

    Matthias Gerhards - 27. Dez, 23:37

    Hmmm, ich frage jetzt lieber nicht, was du beruflich machst.
    croco (anonym) - 28. Dez, 14:27

    Ach nein, so schlimm ist es nicht, dass man nicht fragen kann. Ich bin im Lehrberuf gelandet, also kaum verdächtig.
    antworten

    Matthias Gerhards - 28. Dez, 23:14

    Also öööhm, kaum verdächtig. Ich hatte einen Deutschlehrer (er gab auch katholische Religion), der im Nebenberuf Reliquienexperte war und sogar einige besaß. Das sind ja Leichenteile. Irgendwie. Auch wenn sie meist nicht viel mit den Heiligen zu tun haben, von denen sie angeblich stammen. Aber ich bin immer vorsichtig, wenn mir ein Lehrer auf offener Straße begegnet. Wer den ganzen Tag vor einem Haufen von pubertierenden Irren verbringt, dessen Gemütszustand lässt sich verständlicherweise nur schwer abschätzen. (Von amoklaufenden Lehrer hat man allerdings noch recht wenig gehört. Aber ich hätte Verständnis dafür. Ehrlich! )
    croco (anonym) - 29. Dez, 13:47

    Das mit dem Mißtrauen bewahre dir.
    An schlechten Tagen bin ich ganz deiner Meinung und behaupte, dass diesen Job einfach einer machen muss. Das ist wie bei der Müllabfuhr, muß durchgeführt werden, sonst stinkt gewaltig. Der Amoklauf findet nur deswegen nicht statt, weil es immer einenTag davor Ferien gibt.
    An guten Tagen, also eigentlich sehr oft, macht es richtig Freude, mit den Schüler Dinge erarbeiten, sie das denken zu lehren, ihne neue Räume zu eröffen. Jadoch, es ist der schönste Beruf der Welt, zumeist.
    Matthias Gerhards - 30. Dez, 07:38

    Das versuche ich. Aber die eigenen Dinge weiter zu geben ist wirklich schön. Das merkt ich an meinen eigenen Kindern. Vorausgesetzt sie hören zu.

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