Es gibt Berufsgruppen, die sollten für ihre Werke zur Rechenschaft gezogen werden. Dazu gehören vor allem Werbetexter und Architeken. Heute war ich in dem Düsseldorfer Robert Schumann Saal und habe eine halbe Stunde gebraucht, um den Eingang zum Parkhaus zu finden. Der Architekt des Gebäudes war scheinbar der Überzeugung, dass man im schicken Düsseldorf keine Wegweiser benötigt. Die mit Geld und Anstand gesegneten Besitzer eines Konzertabbos kennen die Örtlichkeit und wissen, dass der Zugang zum Parkhaus logischerweise nur hinter der Garderobe zu suchen sein kann. Wer es nicht weiß, darf ohnehin zum Prekariat gezählt werden und hat in diesen Räumen nichts verloren. Außerdem: Schönheit, braucht eine Schilder. Das war schon immer so.