Eine kurze Geschichte der Welt in sehr kleinen Teilen. In diesem Blog geht es um Literatur, Politik, Wissenschaft und Technologie, weil es der Autor noch nie anständig entscheiden konnte.

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  • Die ersten Kapitel

    Erzählungen:


  • Am Geburtstag des Fürsten ...
  • The Way I Found Van Morrison
  • Am Anfang war die Leihbüch...
    Unvollendetes
  • Die sieben Dinge meines Lebens
  • Die nächste Fremdsprache (Perinaldo 10.02.07)

    Von allen Sprachen, die ich nicht beherrsche, fällt mir Italienisch am leichtesten. Nur dort kann ich mich mit einer Verkäuferin über meine (und ihre) Kinder unterhalten ohne nennenswerte Sprachkenntnisse zu benötigen. Nirgendwo radebricht es sich eben so schön wie auf der Apenninhalbinsel. Das liegt natürlich zum nicht geringen Teil an den jahrhundertealten Verbindungslinien zwischen Deutsch, Lateinisch und den romanischen Sprachen.

    Aber ein anderer Faktor ist entscheidender. Italiener nehmen die übers Rad gebrochene Verunglimpfung ihrer Sprache selten übel. Der Fremde kann also jeden grammatikalischen Ballast beiseite lassen und sich seine Worte aus dem allgemeingültigen romanischen Fundus zusammenklauben. Außerdem sind die Bewohner der Halbinsel ebenso höflich wie geschäftstüchtig. Sie lachen erst, wenn der Kunde den Laden verlassen hat.
    Matthias Gerhards 22. Feb, 13:24 | 4 Kommentare - Kommentar verfassen
    Syl (anonym) - 23. Feb, 11:30

    Ach, die Italiener...

    Die sehen es übrigens umgekehrt auch nicht so eng. Ein paar Brocken reichen aus, um als Kellner in einer italienischen Kaschemme zu arbeiten und wenn man sie nicht versteht, wiederholen sie alles geduldig (auf italienisch). Da können sich in der Tat die ostdeutschen Kaschemmenkellner eine Scheibe von abschneiden. Nix verstanden - Pech gehabt. Und gelacht wird nur im Keller. Ohne Licht.

    Seufz. Ich brauche einen Urlaub. In Italien.
    antworten

    Matthias Gerhards - 23. Feb, 15:42

    Brauchen wir den nicht alle? Immer.
    Moritz Papa (anonym) - 24. Feb, 13:54

    Ach ja..

    ausserdem honorieren die meisten Italiener jede Bemühung mit ihnen in ihrer Muttersprache zu kommunizieren, während andere Nationalität es da eher geniessen Verachtung über die Unzulänglichkeit des Versuchs zu demonstrieren.
    antworten

    Matthias Gerhards - 24. Feb, 21:28

    Und Italiener sind interpretationsfreudig. Auch wenn die Aussprache nicht passt.

    Ungarn zum Beispiel, deren Sprache im allgemeinen nur Ungarn sprechen, weigern sich ein falsch ausgesprochenes Wort zu akzeptieren. Sie verstehen es einfach nicht. Dabei ist Ungarisch wirklich nicht einfach in der Aussprache. Meine (erbärmlichen) ungarischen Sprachbemühungen sind komischerweise immer mit Gleichmut hingenommen worden. Zumindest in Geschäften und an ähnlichen öffentlichen Plätzen. Die Italiener sind einfach ein dankbares Völkchen.

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