Eine kurze Geschichte der Welt in sehr kleinen Teilen. In diesem Blog geht es um Literatur, Politik, Wissenschaft und Technologie, weil es der Autor noch nie anständig entscheiden konnte.

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  • Exposé
  • Die ersten Kapitel

    Erzählungen:


  • Am Geburtstag des Fürsten ...
  • The Way I Found Van Morrison
  • Am Anfang war die Leihbüch...
    Unvollendetes
  • Die sieben Dinge meines Lebens
  • Das beste Notizbuch der Welt (05.12.06)

    Ich bin ein Konsumverweigerer. Nicht deshalb, weil ich vergeistigt und arm wäre. Es mag seltsam klingen, aber die meisten Dinge bedeuten mir nicht viel. Das gilt für Autos, Kleidung, Kosmetika und eigentlich alle Gegenstände des täglichen Gebrauchs. Eine Ausnahme gibt es: Der Besitz von Büchern. Aber auch dort interessiert mich, was darin steht, ihr Aussehen ist selten von Belang. Mir genügt meistens die Taschenbuchausgabe.

    NotebookAber gelegentlich überfällt auch mich ein Besitzbedürfnis. Gestern habe ich für den absurden Preis von 16 € je Stück vier Notizbücher erworben. Moleskine. Ich muss zugeben, die Werbung hat mich angesprochen. „Das Notizbuch von Hemingway und Chatwin.“ Beides sind Autoren, die ich schätze und mit deren Aura ich mich gerne umgebe. Im Zeitalter der unendlichen Reproduzierbarkeit der Dinge werden Menschen zu den einzigen unwiederholbaren Gegenständen. Aber es war nicht nur die Werbung, die meine Entscheidung beeinflusst hat. Ich habe mir mindestens sieben verschiedene Notizbücher angeschaut und keines gefunden, dass auf so perfekte Weise den Zweck seines Daseins diente, wie das Moleskine.
    Es ist schwarz und sein wasserabweisender Einband ist dünn und extrem stabil, damit übersteht es auch die unvermeidlichen Schmutz und Spritzwasserattacken, denen es während der Zeit ausgesetzt sein wird, die es mit mir verbringt. Ich bin niemand, der auf seine Sachen achtet, da ich der Meinung bin, dass sich die Dinge an mein Leben anpassen müssen und nicht umgekehrt. Die Ecken sind abgerundet und können sich auch bei längeren Reisen mit der Bahn nicht abstoßen. Der Buchdeckel wird durch ein Gummiband gesichert und schützt auf diese Weisen den Inhalt, auch wenn das Ganze mal auf den Boden fällt. Auf dem hinteren Deckel besitzt es eine kleine Tasche, in der man Postkarten oder andere lose Blattwerke sammeln kann, die man im Laufe eines Tages zusammen sucht. Es verfügt über ein Lesenzeichen. Es besitzt 240 linierte Seiten, hat eine Stärke von ca. 1,5 cm und ist damit eines der umfangreichsten und flachsten Notizbücher, das ich gefunden habe. Es wurde in Italien hergestellt und ist ein Beleg für Umberto Eccos sehr weise Feststellung: „Das Buch ist nicht verbesserbar“.
    Matthias Gerhards 5. Dez, 06:29 | 6 Kommentare - Kommentar verfassen

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